Das Orchester

Die Hauptorchesterprobe

Für die erfahrenden Musiker findet jeden Montag von 19.00-21.00 Uhr im Musikraum der Wankendorfer Schule unsere Hauptorchesterprobe statt.(Nicht während der Schulferien) Neben den aktuell vorzubereitenden Auftritten pflegen wir auch die Zusammengehörigkeit. Geburtstage und ähnliche Feste kommen dabei nicht zu kurz.

Wenn du ein Holzblas-,Blechblas-, oder Schlaginstrument spielt und in deiner Umgebung ein Orchester suchst, dann komm uns doch einfach mal besuchen. Wir freuen uns auf Dich.

Unsere aktuelle Besetzung besteht aus folgenden Instrumenten: Piccoloflöte, Querflöte, Klarinette, Alt-, Tenor-, Baritonsaxophon, Trompete, Posaune, Tenorhorn, Tuba und Schlagwerk. Wenn du eines dieser lernen möchtest oder ein weiteres, für unsere Reihen, "exotisches" bereits spielst, schreib uns einfach an.

Unser Dirigent

Von Prag nach Postfeld: Saxophonist Jiri Halada eroberte die Bühnen mit Bigbands und als Solokünstler

Postfeld. Wenn damals ein Freund nicht bei einer Party diese eine Platte aufgelegt hätte, wäre Jiri Halada wohl an der Klarinette hängen geblieben. So aber lauschte er begeistert den Klängen von Michael Brecker. „ Am nächsten Tag habe ich mir ein Tenorsaxophon gekauft.“ Der Beginn einer musikalischen Karriere, die ihn von Prag in den Norden Deutschlands führte. „Die Musik liegt in der Familie“, erzählt er in seinem Haus in Postfeld, in dem er seit 1993 mit seiner Frau Alice und den beiden Kindern lebt. Schon sein Vater und sein Opa spielten verschiedene Instrumente. Jiri Halada wurde 1961in Prag geboren. Als Kind bekam er zunächst Klavierunterricht. „Dabei wollte ich viel lieber draußen Fußball spielen.“ Als er 13 war, kam sein Vater mit einer Klarinette nach Hause. „Das fand ich toll.“

Drei Jahre später hielt er das erste Mal ein Saxophon in der Hand. Aber erst die Töne des Jazzmusikers Michael Brecker weckten seine Leidenschaft. Er greift zum Laptop, sucht Musikvideos des amerikanischen Saxophonisten heraus und spielt sie vor. „Yes!!“, kommentiert er begeistert die Töne. „Das ist schwer“, ruft er kurz darauf bewundernd. Die Aufnahmeprüfung zur Musikhochschule in Pilsen schaffte er allerdings erst im zweiten Anlauf, gesteht er schmunzelnd. Dort lernte er auch seine Frau kennen, die als Pianistin die Klarinettisten begleitete. „Heute begleitet sie mich immer noch“, sagt er mit einem schelmischen Grinsen und sieht hinüber zu seiner Frau. Nebenbei gründete er eine Bigband, mit der sie einem Preis bei einem Jazz-Festival gewannen. Daraufhin wurde er von der Rundfunk-Bigband in Prag eingeladen. „Dort bin ich dann geblieben (…) Sie traten unter anderem mit Karel Gott auf, auch in seiner Heimat ein Star. Nach einem Auftritt der Bigband 1988 in Nürnberg beschloss er mit seiner Frau, in Deutschland zu bleiben. (…)

Sie landeten in Uslar in Niedersachsen. „Als erstes haben wir uns einen kleinen Fernseher gekauft, um Deutsch zu lernen“, berichtet er. Dabei sah er eine Sendung mit einem Live-Auftritt einer Bigband aus dem Park von Uslar. „Da bin ich ganz spontan hingegangen und habe gesagt, ich spiele Saxophon.“ Die Gruppe lud ihn ein vorbeizukommen, und kurz darauf übernahm er die Leitung. Über einen Agenten in Düsseldorf kam er zu weiteren Engagements. Dieser rief ihn 1990 eines Tages an und erzählte, dass das Polizeiorchester Schleswig-Holstein einen Saxophonisten sucht. Er fuhr hin, spielte vor und ging danach ans Wasser. „Da habe ich gedacht: „Hier werde ich bleiben!“ Auch seine Frau Alice stieg zehn Jahre später in die Polizei-Bigband ein. „Jetzt ist sie Geschichte“, sagt der ehemalige Leiter der Bigband leicht bedauernd zu deren Auflösung.

Aber er ist immer noch bei der Polizei beschäftigt, komponiert beispielsweise für Werbefilme die Musik. Außerdem nutzt er alle Möglichkeiten, weiter Musik zu machen.(…)„Und wenn jemand einen Saxophonisten braucht, dann spiele ich mit“, sagt er lachend. Er tritt mit Tickle Toe, „Der kleinsten Bigband der Welt“, auf. Und übernahm die Bigband des Friedrich-Schiller Gymnasiums, als sein Vorgänger aufhörte. Damals besuchten seine beiden Kinder die Schule. „Die Kinder sind schon lange weg und ich bin immer noch da“, sagt er und grinst. Er macht gerne weiter und freit sich, dass die FSG-Bigband immer wieder besondere Talente hervor gebracht hat. (…) Ab und zu spielt er mit alten Kollegen in Prag. „Ich mag es, unterschiedliche Sachen zu machen, sonst wäre es mir zu eintönig“, meint er.

„Abwechslung- das macht doch das Leben aus.“ Was liebt er besonders am Saxophon? „Ein Saxophon kann alles ausdrücken- du kannst sentimental spielen, aber auch aggressiv.“ Besonders gern spielt er Funk, Jazz oder Rock. „Es muss eine gewisse Schärfe und Spannung drin sein.“ 


Mit der freundlichen Bereitstellung von Silke Rönnau (Autorin und Journalistin der Kieler Nachrichten) Nochmals vielen Dank dafür!

Die Register

In unserem Orchester spielen verschiedene Instrumente mit. Hier finden Sie die Musiker unterteilt nach den jeweiligen Instrumenten:

Die Querflöten
Foto: Timo Jahnke - modesigned.me
Die Klarinetten
Foto: Timo Jahnke - modesigned.me
Die Saxophone
Foto: Timo Jahnke - modesigned.me
Die Trompeten
Foto: Timo Jahnke - modesigned.me
Das tiefe Blech
Foto: Timo Jahnke - modesigned.me
Das Schlagzeug
Foto: Timo Jahnke - modesigned.me

Probenwochenende

Fast jedes Jahr vor dem Frühlingskonzert fahren wir zum Probenwochenende nach Neustadt. Neben Orchester und Registerproben bleibt Zeit Strandbesuche, ein gemeinsames Abendprogramm und vieles mehr.
  • Probenwochende
    Foto: Karin Engelmann
  • Probenwochende
    Foto: Karin Engelmann
  • Probenwochende
    Foto: Karin Engelmann
  • Probenwochende
    Foto: Karin Engelmann
  • Probenwochende
    Foto: Karin Engelmann
  • Probenwochende
    Foto: Karin Engelmann

Unsere Geschichte

  • Die ersten Jahren

    Bereits am 5. März 1955 fand der erste Auftritt statt.Anlass gab das erste Stiftungsfest, was von da an ein fester Bestandteil im Programm des Spielmannszuges wurde. Am 01. Mai des gleichen Jahres wurden auch die ersten "Gehversuche" unternommen. Die Einwohner von Wankendorf und Stolpe wurden mit fröhlichen Klängen geweckt. Die Uniform war in den ersten Jahren Weiß und erst im Jahre 1969 wurden mit erheblicher Unterstützung der Gemeinde neue Uniformen angeschafft. In den Jahren wurde unsere Uniform immer wieder geändert, bzw. ergänzt. Lange zeit war das Erscheinungsbild blau-weiß-rot. Zu unserem 50-jährigem Jubiläum 2004 gab es dann die jetzige Uniform. Die heutige Altersstruktur weicht erheblich von den Anfangsjahren ab. In den Gründerjahren waren es überwiegend Erwachsene, die im Spielmannszug aktiv waren. Erst 1969 wurden Frauen aufgenommen! Bis in die achtziger Jahre wurde das Bild überwiegend durchjugendliche Mitglieder geprägt. In den ersten 25 Jahren gehörten zu den festen Auftritten hauptsächlich Kinderfeste, Schützenfeste und Laternenumzüge in der näheren weiteren Umgebung. Legendär sollen hier die Vogelschießen in Tungendorf gewesen sein… Die Wankendorfer wurden sogar mit einem Bus abgeholt.
    Umzug zum Schulfest 1962
  • Musikmischung

    1981 stand nicht nur mehr die Marschmusik im Vordergrund, sondern der Musikzug begann auch Polka und Popmusik darzustellen. Bis heute bestimmt diese Mischung unser musikalisches Bild. Wobei es auch nicht immer ganz einfach ist, den Geschmack der einzelnen Musiker zu treffen. So ist es eben, wenn jung und alt zusammen musizieren… Hier ist dann immer das Geschick des Dirigenten und der musikalischen Leitung gefragt, eine ausgewogene Mischung in der Probenarbeit zu finden. In den 90ern fingen wir an, regelmäßig im Frühjahr ein Wochenende zum Proben nach Neustadt zu fahren. Intensive Probenarbeit sollte uns auf das jährliche Frühjahrskonzert zum Saisonauftakt optimal vorbereiten und die geselligen Abende förderten unser Gemeinschaftsgefühl.
    Musikzug 80er Jahre
  • Jahrtausendwende

    Im Sommer 1999 reiste der Musikzug zum ersten Mal für mehrere Tage ins Ausland. Dänemark war unser Ziel. Untergebracht in einer Jugendherberge bestritten wir über 5 Tage mehrere Konzerte und Umzüge im Nordwesten von Dänemark, rund um Blokhus, bzw. Lokken. Wir hatten sehr viel Spaß und erinnern uns gerne an diese Tour zurück.

    Mit dem Wechsel in das neue Jahrtausend fand auch der Namenswechsel von Musikzug zum Blasorchester des TSV Wankendorf statt. Grund war für diese Tatsache, dass immer mehr Leute einen Musikzug für einen Spielmannszug hielten. Nur durch die Umbenennung konnten wir solchen Verwechslungen aus dem Weg gehen.

    Musikzug 1998
  • Steubenparade in New York

    Zu unserem eigenen 50jährigen Jubiläum im Jahr 2004 erfüllten wir uns einen großen Musikertraum: Die Teilnahme an der legendären Steubenparade in New York. Im September 2004 ging es dann nach knapp 4jähriger Vorarbeit über den großen Teich nach Amerika. New York war unser erstes Ziel. Weitere Ziele waren Washington,Philadelphia und die Niagara Fälle. Sogar eine Nacht in Kanada haben wir verbracht. Die Steubenparade war dann am Ende unserer Reise der Höhepunkt. Was mit einem fürchterlichen Wolkenbruch beim traditionellen Gottesdienst begann, endete im herrlichsten Sonnenschein im Bad der jubelnden Menschen. Somit ging eine wunderschöne Reise viel zu schnell zu Ende. Kaum zu Hause angekommen, kamen die Termine wieder Schlag auf Schlag und beendeten unsere wohl aufregendste Spielsaison.
    Das Blasorchester bei der Steubenparade 2004
Das Blasorcherster TSV Wankendorf ist
eine Sparte vom
Mitglied im
beheimatet in